Der Eigentümerwechsel einer Immobilie wird erst durch die Tapu-Übertragung offiziell. Eine mündliche Absprache oder eine Anzahlung überträgt das Eigentum nicht; damit der Käufer rechtmäßiger Eigentümer wird, muss die offizielle Übertragung beim Grundbuchamt abgeschlossen werden. In diesem Leitfaden erklären wir den Prozess der Tapu-Übertragung Schritt für Schritt – vom Termin bis zum Übertragungstag.
Was ist die Tapu-Übertragung?
Die Tapu-Übertragung ist die offizielle Übertragung des Eigentums an einer Immobilie vom Verkäufer auf den Käufer beim Grundbuch- und Katasteramt. Ist der Vorgang abgeschlossen und die neue Urkunde ausgestellt, wird der Käufer rechtmäßiger Eigentümer. Da Tapu-Vorgänge unter staatlicher Garantie ablaufen, ist das Vorgehen mit den richtigen Schritten der sicherste Weg des Kaufs und Verkaufs.
Für die Tapu-Übertragung erforderliche Unterlagen
Die wichtigsten Unterlagen, die die Parteien vor der Übertragung vorbereiten müssen:
- Ausweisdokumente von Käufer und Verkäufer
- Passfoto (meist vom Käufer)
- Eigentumsurkunde oder Block-/Parzellendaten der Immobilie
- Aktuelle Verkehrswertbescheinigung von der Gemeinde
- Pflicht-Erdbebenversicherung (DASK)
- Notariell beglaubigte Vollmacht, falls per Vollmacht gehandelt wird
Termin und Antragsprozess
Für Tapu-Vorgänge wird zunächst ein Termin vereinbart. Der Antrag kann über das Web-Terminsystem der Generaldirektion für Grundbuch und Kataster (webtapu) oder über die Linie Alo 181 gestellt werden. Am Termintag sind Käufer und Verkäufer mit den erforderlichen Unterlagen beim zuständigen Grundbuchamt anwesend.
Tapu-Gebühr und Kosten
Die Tapu-Gebühr wird auf Basis des erklärten Verkaufspreises der Immobilie berechnet und gesetzlich von Käufer und Verkäufer getrennt in einem bestimmten Satz erhoben. Zusätzlich wird eine Betriebsmittel-Dienstgebühr gezahlt. Es ist sehr wichtig, die Gebühr auf den tatsächlichen Verkaufspreis zu erklären; eine zu niedrige Erklärung birgt sowohl ein Strafrisiko als auch spätere Probleme.
Wie läuft der Übertragungstag ab?
Zur Terminzeit kommen die Parteien zum Grundbuchamt, ihre Ausweise werden geprüft und der Vorgang beginnt. Nach Zahlung der Gebühren unterschreiben die Parteien in Anwesenheit des Beamten. Nach den Unterschriften wird die neue Urkunde auf den Namen des Käufers ausgestellt und übergeben. Ab diesem Moment geht das Eigentum offiziell auf den Käufer über.
Worauf zu achten ist
Prüfen Sie vor der Übertragung unbedingt Belastungen im Tapu-Eintrag wie Hypothek, Pfändung oder Vermerke. Vergewissern Sie sich, dass der Verkäufer der wahre Eigentümer ist, und leisten Sie die Zahlung über die Bank und mit Nachweis. Beim geringsten Zweifel verhindert Expertenunterstützung große Verluste.
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