Beim Immobilienkauf müssen Sie nicht nur den Kaufpreis, sondern auch die amtlichen Kosten einplanen. An erster Stelle steht die Grundbuchgebühr. Wie wird sie berechnet, wie hoch sind die Sätze 2026 und wie viel zahlen Käufer und Verkäufer? Dieser Leitfaden erklärt es Schritt für Schritt.
Was ist die Grundbuchgebühr?
Die Grundbuchgebühr ist eine gesetzliche Abgabe, die der Staat bei der Übertragung des Eigentums von einer Person auf eine andere erhebt. Sie wird bei Abschluss der Übertragung im Grundbuchamt fällig und ist ein Pflichtposten. Grundlage ist der erklärte Verkaufspreis.
Grundbuchgebühr 2026
Die Gebühr beträgt insgesamt 4% des Verkaufspreises und wird zu gleichen Teilen geteilt: Käufer 2%, Verkäufer 2%. Auch bei anderer Vereinbarung haften beide Parteien rechtlich für den vollen Betrag. Hinzu kommen feste Kosten wie die Gebühr des Umlauffonds und eine Servicegebühr.
Berechnungsbeispiel
Angenommen, der erklärte Verkaufspreis einer Wohnung beträgt 3.000.000 TL. Die Gesamtgebühr von 4% ergibt 120.000 TL: 60.000 TL vom Käufer und 60.000 TL vom Verkäufer, zuzüglich Umlauffonds- und Servicegebühr. Wichtig: Den Verkaufspreis zu niedrig anzugeben, um die Gebühr zu senken, ist illegal und kann zu erheblichen Strafen führen.
Zusatzgebühr bei finanziertem Kauf
Bei einem Kauf mit Immobilienkredit wird zugunsten der Bank eine Hypothek eingetragen, wofür eine gesonderte Hypothekengebühr von 0,455% der Kreditsumme anfällt. Planen Sie diesen Posten zusätzlich ein.
Weitere Kosten
Neben der Gebühr fallen Umlauffonds-, Service- und gegebenenfalls Maklergebühren an. Für den Abschluss ist zudem eine Pflicht-Erdbebenversicherung (DASK) erforderlich. Wer alle Posten vorab berechnet, vermeidet Überraschungen.
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